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Kaffeekirsche

2020 World Coffee Research

Es gibt mehr als tausend Bananensorten, aber nur wenige hundert Arten von Kaffee. Wie kann das sein, wo doch der Planet täglich explodieren würde ohne Kaffee? Im Wissen über die Kaffeepflanze gibt es noch viele Rätsel und Geheimnisse zu lüften. Bei Bananen ist man da schon deutlich weiter. Die World Coffee Research hat es sich zur Aufgabe gemacht die Kaffeepflanze zu erforschen und weiterzuentwickeln.

Warum ist die Wissenschaft wichtig für den Kaffeeanbau?

Klimawandel, neuartige Krankheiten und Ungeziefer machen es der Kaffeepflanze und Farmern schwer. Die World Coffee Research sorgt dafür, dass unserem Planeten nicht der Kaffee ausgeht. In über 26 Ländern tauchen Kaffee-Experten und Naturwissenschaftler tief ein in die Materie der Kaffeepflanze und entwickeln innovative Möglichkeiten, um Kaffee Farmern eine nachhaltige Zukunft zu bieten. Mit diesem neuen Projekt unterstützt du die World Coffee Research mit 1 € pro Kilogramm Kaffee.

In Kürze

  • Projektvolumen: 21.900 €
  • Projektbeschreibung: Finanzierung des zweiten jährlichen African Breeders Hub Workshop in Kigali, Ruanda
  • Umsetzungszeitraum: Ende 2020. Jedoch ist aufgrund der aktuellen Lage ungewiss, wann die Veranstaltung umgesetzt werden kann.
In der Kooperative Sediloya

Wie kann ich mir die Arbeit der World Coffee Research vorstellen?

Das Herzstück der Arbeit der World Coffee Research liegt im Austausch von Wissen.
Dazu holen wir kurz aus. Kaffee hat eine turbulente Vergangenheit. Schon vor Jahrhunderten wuchsen Kaffeepflanzen unterschiedlicher Gattung wild in Ländern rund um den Äquator. Während der Kolonialisierung verschiffte man Kaffeearten zwischen Kontinenten, um die Pflanze an noch mehr Orten zu kultivieren. Das führte zu einer unkontrollierten Vermischung von Arten. Was per se gar nicht verkehrt ist, doch das macht den Stammbaum von Kaffeepflanzen schwierig nachzuvollziehen.

Heute wird Kaffee in Afrika, Süd- und Mittelamerika und Asien angebaut, oftmals in kleinbäuerlichen Strukturen. Das Handwerk des Kaffeeanbaus wird von Generation zu Generation weitergegeben. Doch die wenigsten Landwirte können ihre Kaffeesorten exakt benennen. Das mangelnde Wissen über Kaffeevarietäten, und -gattungen macht es für Wissenschaftler und Farmer ungemein schwierig neue Sorten zu entwickeln, um auf neue Herausforderungen wie den Klimawandel, Dürre oder Schädlinge zu reagieren.

Durch den offenen Austausch von Kaffeesorten und Daten, wird es Farmern ermöglicht, ihre Pflanzen bestimmen zu lassen und gleichzeitig tragen sie dazu bei eine weltweite Datenbank über Kaffeesorten aufzusetzen, die in ihrem Umfang einzigartig ist.

Wir unterstützen dieses durch die Finanzierung des zweiten Annual African Breeders Hub, zu dem Wissenschaftler und Farmer aus über neun afrikanischen Ländern mit lokalen Landwirtschaftsminister zusammentreffen.

Hier werden die Kaffeebohnen gewaschen
World Coffee Research Logo

Das Team der World Coffee Research analysiert das Erbgut der besten Kaffeepflanzen der Welt und verändert dessen Genetik so, dass es den heutigen Umständen zu trotzen lernt, ihren Ertrag und Qualität steigert. Die Wunderpflanze und der Hoffnungsträger der Wissenschaftler nennt sich “Hybrid F1”. Unter diesem Deckmantel versteckt sich das Ergebnis jahrelanger Forschung. Es wurden insgesamt 54 Kreuzungen aus Pflanzen erstellt, deren Eltern als besonders geeignete Varietäten eingestuft wurden. Darunter fallen Varietäten, die sich durch ihre hohe Qualität und besondere Robustheit auszeichnen.

Doch jetzt braucht es Zeit. Ein Kaffeebaum braucht zwei bis drei Jahre um auszuwachsen und Kirschen zu tragen. Die Züchtung von neuen Varietäten kann sich bis zu 20 Jahre strecken. Die ersten Pflanzen wurden vor zwei Jahren in Zentralamerika und Ruanda gepflanzt und seitdem kontinuierlich von Farmern und Experten beobachtet. Ob die ersten power plants bereits darunter sind? Die Kaffeewelt hofft darauf, denn der Klimawandel lässt nicht mehr auf sich warten.

Frische Kaffeebohnen in ihrer typisch grünen Farbe
Ernte der Kaffeekirsche
Kaffeeland Brasilien
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